Akhlaq

Ethik- und Morallehre -Akhlaq in den sozialen Netzwerken-

yazan Arif Ağırbaş
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Akhlaq in den sozialen Netzwerken

 

Wer sich darüber wundert, was Akhlaq in den sozialen Medien zu suchen hat, dem sei gesagt, dass die Ethik- und Morallehre alle Lebensbereiche des Menschen erfasst.

Mittlerweile ist fast 1/3 der Weltbevölkerung Nutzer von sozialen Netzwerken und unter dieser Fülle von Nutzen treten Verhaltensweisen in Erscheinung, die dringend zu Wort gebracht werden sollten. Auf Facebook beispielsweise, teilen die Nutzer all das was ihnen gefällt bzw. was sie in Umlauf bringen wollen. Unter ihnen gibt es aber auch Leute, die nicht einmal selbst wissen, was sie weshalb posten und sehen jeden Weg als legitim an, nur um einige Klicks mehr zu erhaschen.

Da gibt es Nutzer, die Fotos und Videos aus Kriegsgebieten teilen, in denen leidende Menschen, weinende Kinder und ganze Trümmerhaufen voller Blut und elend zu sehen ist. Doch keine Stunde später teilt dieselbe Person etliche Fotos, von dem Festmahl mit fünf Gängen und dem pompös geschmückten Tisch, auf dem sogar das Besteck und die Gläser mit Schleifchen und Spitze verziert sind. Wo ist nun das aufrichtige Mitgefühl geblieben, das noch vor einer Stunde mit einer Fülle von Emoticons kundgetan wurde?

Auch das Teilen hat eine andere Bedeutung gewonnen. Früher haben die Menschen ihr Essen noch mit Freunden oder den Nachbarn geteilt. Heute aber wird lediglich ein Foto von dem Festmahl geteilt. Dabei denkt aber kaum einer daran, ob das abgebildete Essen vielleicht von jemandem begehrt werden könnte, der es sich (finanziell) vielleicht nicht leisten kann. Hat sich währenddessen das Gewissen denn wirklich nie gemeldet?

Eine andere Untat in den sozialen Netzwerken ist, die religiösen Gefühle der Menschen auszunutzen. Während der eine ein Bild von der Kaaba teilt und dazu schreibt “Wer ein aufrichtiger Muslim ist, teilt dieses Bild” oder er versichert, “Wer dieses Salawat-i Sharif teilt, wird den Propheten im Traum sehen”, reagiert der andere folgsam und bringt das Bild der Seite oder Person in Umlauf. Ist nun der, der das Bild nicht teilt, kein Muslim? Und seit wann ist es so eine alltägliches Ereignis, den Gesandten Allahs (sas) im Traum zu sehen, so dass man ihn mit ein paar gedankenlosen Klicks sehen könnte? Das Verlangen nach mehr Klicks ist dermaßen groß, dass wichtige Werte für eigene Zwecke benutzt werden.

Obwohl Facebook eine Altersgrenze gesetzt hat, ist es für viele Kinder im jüngeren Alter ein einfaches Spiel, einen Account einzurichten. Viele Erwachsene sind sogar mit ihren Kindern befreundet und teilen selbst unzensierte Bilder von zerstückelten Leichen, blutüberströmten Körpern und toten Kindern. So sind Kinder und Jugendliche diesen unzensierten Bildern erbarmungslos ausgesetzt und wissen oft nicht, wie sie mit solch einer Konfrontation umgehen sollen und haben auch oft nicht die Möglichkeit, ihre Gefühle und Gedanken darüber jemandem anzuvertrauen. Sie sind auf sich gestellt um das Gesehene zu verarbeiten. Jeder der soziale Medien nutzt, ist verantwortlich für das, was er verbreitet. Niemand sollte derart unwissend und verantwortungslos handeln, solche Bilder in einen unkontrollierten Umlauf zu bringen.

Dann gibt es noch schließlich die Sorte von Menschen, die Beiträge teilen, ohne sie zu lesen. So kommt immer wieder in gewissen Abständen eine Welle von Beiträgen auf, in denen die Nutzer in ihrer Chronik den frei erfundenen Paragraphen der scheinbar neuen Facebook Richtlinien widersprechen. Liest man den Text einmal vollständig, sieht man dass zum Teil von römischen Satzungen und frei erfundenen Institutionen die Rede ist und muss schon etwas schmunzeln. Wohlmöglich hat der Urverfasser des Textes das unachtsame Nutzverhalten und die Naivität der Betroffenen zur Schau stellen wollen. Deshalb will auch die Nutzung von sozialen Medien gelernt sein. Um nicht an der Verbreitung falscher Informationen beteiligt zu sein, sollte man den Inhalt auf seine Richtigkeit überprüfen – erst denken, dann klicken.

Vor allem sollte man niemanden dazu ermächtigen, andere mit der Erzeugung von religiösen Gefühlen zum Klicken zu nötigen. Denn erst durch unsere Reaktion, gewinnen solche Aktionen an Raum und Aufmerksamkeit. Darüber hinaus sind keine moralischen und ethischen Werte so primitiv, dass man ihnen durch zahllose Klicks Bedeutung schenken müsste. Auch wird das Glück nicht dadurch größer, dass man Fotos von besonderen Festtafeln oder Geschenken teilt, sondern diese besonderen Momente von Angesicht zu Angesicht mit den Freunden selbst teilt und erlebt.

 

 

 

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